August 30 - September 22, 2013

Simone Lanzenstiel

REMIX – 10 years in the mix at s

por klübü, Kolonie Wedding, Berlin

"REMIX – 10 years in the mix“

Jubiläumsausstellung zu 10 Jahre Spor Klübü

Eröffnung: Freitag, 30.08.2013, 18.00 Uhr

Laufzeit: 30.08.-22.09.2013

geöffnet am 31.08. und 01.09., 14.00-17.00 Uhr

sowie vom 02.09.-21.09. nach tel. Vereinbarung (0179-8593744)

Finissage/Künstlergespräch mit Richard Schütz: Sonntag, 22.09.2013, 15.00 Uhr

KünstlerInnen:

Michelle Alperin, Mika Andersen, Sheila Barcik, Jens Becker, Matthias Beckmann, BEWEGUNG NURR & Florian Göpfert, Cisca Bogman, Iwona Borkowska, Anna Bromley, Johannes Bünemann, BURQAMASCHINEN (Chris Dreier/Ursula Döbereiner/D. Holland-Moritz), Alexander Callsen, Elly Clarke, Davis Museum feat. Danger Museum (Miho Shimizu & Øyvind Renberg), Meike Dölp, Tiny Domingos, Knut Eckstein, Tatiana Echeverri Fernandez, Irena Eden/Stijn Lernout, Michael Fesca, Frederik Foert, Tom Früchtl, Anne Gathmann, Stella Geppert, Axel Gerber, April Gertler, Robert Gfader, Monika Goetz, Armin Häberle, Max Hattler, Patrick Jambon, Jakob Jensen, Uwe Jonas, Khan, Silke Koch, Julie Laignel, Simone Lanzenstiel, Julia Lazarus, Daniela Lehmann Carrasco, Christine Lemke, Simon Lindhardt, Adrian Lohmüller/Meghan Tomeo, LEO, Sabine Linse, Jens Christian Madsen, Gerhard Mantz, Al Masson, Matthias Mayer, Stefanie Mayer, Oliver Möst, Wolfgang Müller, Nabi Nara, Joe Neave, Susanne Neiß, Neozoon, Elva Olafsdottir, pattypalmtree, Kirsten Palz, Daniel Permanetter, Pfelder, Oliver Pietsch, Maria-Leena Räihälä, Anette Rose, Adrian Schiesser, Sonya Schönberger, Stefanie von Schroeter, Richard Schütz, Michael Schultze, Heidi Sill, Johanna Smiatek, Erik Smith, Anne Staszkiewicz, Melissa Steckbauer, Gabriele Stellbaum, Eva Seufert, Klaudia Stoll/Jacqueline Wachall, Jaro Straub, Vassiliea Stylianidou, Alex Tennigkeit/Stefan Kaminski, Eva Teppe, Thea Timm, Anke Völk, Linda Weiss, Maja Weyermann, Barbara Wille, Ina Wudtke, Sibylle Zeh, Michaela Zimmer, Oliver Zwink, u.a.

Im August 2013 feiert Spor Klübü sein 10-jähriges Bestehen mit 100 beteiligten KünstlerInnen in der Gruppenausstellung "REMIX – 10 years in the mix". Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf Video- und Audioarbeiten. Audio-Werke werden insbesondere analog über Kassette wiedergegeben, Videos über eine große Anzahl von Röhrenmonitoren. Daneben werden aber auch anderen Techniken wie Malerei und Skulptur im „Mix“ vorkommen. In der Geschichte von Spor Klübü standen Einzelpräsenta-tionen im Fokus. Ausstellungen in Kooperation mit KuratorInnen wechselten sich ab mit großen Gruppenausstellungen - den sogenannten „Netzwerkausstellungen“, die den lebendigen Charakter der internationalen Berliner KünstlerInnenszene abbilden.

Das Ausstellungskonzept von „REMIX“ mit dem AV-Schwerpunkt bringt Arbeiten zum Vorschein, die zum Teil nie vorher gezeigt wurden, weil sich viele KünstlerInnen in den vergangenen Jahren auf andere Arbeitsbereiche festgelegt haben. Im zeitlichen Rückblick erscheint es, dass Anfang der 00er Jahre Video als noch recht offenes Medium im Trend lag und auch MalerInnen oder BildhauerInnen das Medium nutzten, um zu experimentieren. Meistens blieb es dann bei 1-2 Videorabeiten, die keinen wirklichen Eingang in das Gesamtwerk der KünstlerInnen fanden. Wer heute mit Video arbeitet, der tut es eher ausschließlich auf diesem Gebiet.

Audio war gegenüber Video eigentlich nie im Trend und füllt schon immer ein Nische aus. Zwar werden auch Soundinstallationen und Experimente mit Ton und Technik immer populärer, dann aber in Verbindung mit visuellen Reizen, wie eben bei einer Installation oder einer Performance. Audioarbeiten als rein hörbare Kunst findet man selten. Der Einsatz von alter, abgelöster Technik korrespondiert mit dem Experimentiertum der Arbeiten, die eine Art Zeitlosigkeit besitzen. Die technischen Erneuerungen der letzten Jahre, der immer schneller vorangepeitschte Verbrauchermarkt, getrieben von der Profitgier der großen Firmen, wird damit ad absurdum geführt.

SPOR KLÜBÜ:

Spor Klübü (türkisch für Sportclub) ist ein nichtkommerzieller Projektraum, der im August 2003 von Matthias Mayer im Soldiner Kiez im Wedding gegründet wurde. Spor Klübü arbeitet mehrschichtig. Im Fokus stehen Einzelausstellungen internationaler in Berlin lebender KünstlerInnen. Gerade durch die große Anzahl an KünstlerInnen in Berlin und demgegenüber die zu geringe Anzahl an Ausstellungsräumen besteht ein großes Defizit in der Realisation von Einzelausstellungen. An dieser Stelle einzusetzen ist ein wesentliches Charakteristikum für Spor Klübü, bei dem auch der Solidaritätsgedanke innerhalb der Künstlerschaft Gestalt annimmt.

Spor Klübü dient als Experimentierraum bzw. Freiraum für Ideen. Das Prozeßhafte und die Auseinandersetzung mit dem Ort bestimmen das Gezeigte. Bereits realisierte Arbeiten können aber auch den Ausgangspunkt bilden. Große Achtung kommt der Inszenierung der Ausstellung zu. Projektraumbetreiber Matthias Mayer arbeitet diesbezüglich in der Rolle eines Kurators, unterstützt die ausstellenden KünstlerInnen in ihren Belangen und pflegt den Diskurs mit ihnen.

Spor Klübü ist offen für bereits kuratierte Konzepte und Gruppenausstellungen sowie für Projekte Dritter und kooperiert mit KuratorInnen, KünstlerInnengruppen und anderen Projekträumen. Spor Klübü betreibt nationalen und internationalen Austausch. Hier arbeitet Spor Klübü oftmals mit bereits (in Spor Klübü) ausgestellten KünstlerInnen zusammen, um in anderen Räumen bzw. an anderen Orten Ausstellungen zu realisieren. Dem KünstlerInnen-Netzwerk von Spor Klübü wird mindestens einmal jährlich am Ende des Jahres mit einer großen thematischen Gruppenausstellung gehuldigt.

» kolonie wedding e.v.

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