
Die Barbara Gross Galerie wurde 1988 in München gegründet und befindet sich heute in einem Hof an der Theresienstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Münchens Kunstsammlungen und vielen Galerien.
Die Galerie widmete sich von Anfang an der Vermittlung und Präsentation herausragender Künstlerinnen, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Kunstmarkt und in den Museen noch kaum vertreten waren. Die Galerie ist heute eine wichtige Plattform für Künstlerinnen in Europa, vermittelte zahlreiche Museumsausstellungen und trug entscheidend dazu bei, Kunst von Frauen im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Louise Bourgeois, Nancy Spero, Maria Lassnig, Kiki Smith, Ana Mendieta, Jana Sterbak oder Eva Hesse sind von Barbara Gross erstmals in Deutschland vorgestellt worden und bilden bis heute wichtige Grundpfeiler des Galerieprogramms. Parallel dazu setzt sich die Galerie intensiv für politisch, sozialkritisch und konzeptuell orientierte Kunst ein, etwa von Leon Golub, Boris Mikhailov oder Rémy Zaugg.
Neben diesen bereits klassischen Positionen vertritt die Barbara Gross Galerie eine neue Generation von Künstler/-innen, die diese künstlerische Konzeption um zeitgenössische und inhaltliche Möglichkeiten erweitert, beispielsweise Katharina Grosse (Wandmalerei) oder Karin Sander, Michaela Melián, Alicia Framis und Zheng Guogu (Skulptur und Installation).
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Fotografie und neue Medien, die mit VALIE EXPORT und James Welling bereits früh im Galerieprogramm vertreten waren. Kontinuierlich werden diese um weitere Positionen, etwa Beate Gütschow (computergenerierte Fotografie), Tamara Grcic und João Penalva (Video und Fotografie) oder Qiu Anxiong und Tobias Yves Zintel (Video und Installation) ergänzt.
Der Galerie ist es besonders wichtig, unabhängige Positionen und Repräsentanten verschiedener Stilrichtungen gleichberechtigt zu zeigen und diese auch langfristig zu vertreten.